Geschichte

Das Ortsmuseum umfasst sieben Ausstellungszimmer, zwei Küchen, ein Büro und den Dachraum. 

Die Thalwiler Stube wird gerne als Trauzimmer benutzt und besticht durch das Nussbaumtäfer und das eingebaute Buffet. Der grüne Kachelofen in der Stube stammt aus der abgebrochenen Kölliker Liegenschaft in Ludretikon. Wie die Thalwiler Stube sind auch die übrigen Räume sorgfältig und stilgerecht restauriert worden.
Das Dachgeschoss beherbergt als Hauptausstellungsraum die Sonderausstellungen. Diese sind jeweils auch in den übrigen Stockwerken und im Treppenhaus zu finden und hinterlassen thematisch wechselnde Spuren auch in den ständigen Ausstellungsräumen. Das Museum verfügt über einen Lift.

Vor dem Zweiten Weltkrieg regte sich im 1890 gegründeten Verschönerungsverein Thalwil der Wunsch, bildliche Ansichten des Dorfes zu sammeln. Vor allem die Arbeiten des Thalwiler Vedutenmalers und Kupferstechers, Johann Jakob Aschmann (1747-1809), standen im Mittelpunkt. Unterstützung und Hilfe erfuhr der Verschönerungsverein durch Walter Meier (1894-1952), dem Thalwiler Kunstmaler, Kolorist und Stichhändler. Mit den Jahren entstand eine kleine Sammlung von Bildern, die ihren Standort im Technischen Büro, dem heutigen Bauamt, hatte.

Walter Meier, der selbst eine ansehnliche Sammlung von Aschmann- und anderen Stichen besass, war unverheiratet und hat deshalb den Verschönerungsverein als seinen Haupterben bestimmt. Damit verbunden hat Meier die Forderung, die Stiftung Ortsmuseum Thalwil zu gründen. Aus dem Verkauf von Walter Meiers Wohnhaus an der Bellevuestrasse 6 flossen dem Verschönerungsverein Fr. 54’000.- zu.

Im Jahr 1953 wurde die Stiftungsurkunde des Ortsmuseums Thalwil unterzeichnet, aber erst 1992 konnten die Räume im Haus «An der Strass» bezogen und eingerichtet werden. In der Zwischenzeit lagerte die Sammlung in einem Zimmer des Sonnegg-Hauses und wurde laufend ergänzt, das Bildmaterial wurde katalogisiert. Auch konnten zahlreiche Gegenstände, Akten, Bücher und Fotos der ehemaligen Textilbetriebe ins Museumsgut aufgenommen werden.
Die Sammlung des ehemaligen Dorfchronisten H.J. Zwicky sowie uns überlassene Bilder und Akten von Thalwilern bilden den Fundus der Sammlung.

Sammlung

Dem Stiftungszweck entsprechend muss die Sammlung des Ortsmuseums geäufnet und vervollständigt werden. Schwerpunkte bilden die Thalwiler Textilindustrie und Werke von Thalwiler Künstlern.  Aber auch die zahlreichen Thalwiler Vereine, Parteien und Firmen sind dokumentiert.

Aktuell besteht die Sammlung aus rund 3500 Exponaten. Wir sind jedoch bestrebt, die Sammlung auszubauen und suchen deshalb Gegenstände, Dokumente und Fotos, die Zeugen früherer Zeiten von Thalwil sind. Wenn Sie freundlicherweise solche Antiquitäten dem Ortsmuseum überlassen möchten, prüfen wir gerne, ob diese in unsere Sammlung passen. Bitte wenden Sie sich gegebenenfalls an unseren Präsidenten.

Museumszimmer

Kirchenzimmer

Dieser Raum, der durch die originalgetreue grüne Farbe eine gewisse Ruhe ausstrahlt, wurde früher Chilezimmer genannt. Von diesem Eckzimmer an der alten Landstrasse aus liessen sich die Kirchgänger ja auch bestens beobachten.

Textilzimmer

In diesen beiden Räumen sind Exponate untergebracht, die an die Blütezeit der Thalwiler Textilindustrie erinnern. Die Entwicklung Thalwils vom Bauerndorf zu einem bedeutenden Standort der Textilindustrie wurde geprägt von den Firmen Heer & Co., Robt. Schwarzenbach & Co. AG Thalwil, Färberei Weidmann und der Baumwollspinnerei Schmid in Gattikon. Diese Unternehmen sind zwischen 1830 und 1840 gegründet worden und haben sich zu blühenden, internationalen Textilfabrikationsstätten entwickelt.

Chronikzimmer

Das Chronikzimmer ist dem Thalwiler Anzeiger und der Sammelleidenschaft von Hans Jakob Zwicky gewidmet. In den aufliegenden Ordnern und Dokumentationen dürfen Sie blättern und in Erinnerungen schwelgen.

Thalwiler Stube/Trauzimmer

Die Thalwiler Stube besticht durch das Nussbaumtäfer und das eingebaute Buffet. Der grüne Kachelofen stammt aus der abgebrochenen Kölliker Liegenschaft in Ludretikon. Dieser Raum ist ausgesprochen heimelig und bietet so den idealen Rahmen für eine Ziviltrauung. Die Thalwiler Stube wird häufig und gerne als Trauzimmer genutzt.

Stiftungsrat

Das ORTSMUSEUM wurde 1992 eröffnet. Seither präsentiert es einen Einblick in die vielseitige Geschichte Thalwils mit permanent eingerichteten Räumen und zahlreichen Sonderausstellungen.

Individuelle Führungen für Gruppen sind auf Anfrage ausserhalb der Öffnungszeiten möglich.

Der Stiftungsrat besteht derzeit aus 7 Mitgliedern:

  • Märk Fankhauser, Präsident
  • Verena Biedermann, Vizepräsidentin
  • Claudia Somaini, Finanzen & Fundraising
  • Nicholas Walter, Werbung
  • André Kaufmann, Aktuar
  • Katrin Luchsinger, Beisitzerin
  • Urs Amstutz, Beisitzer